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Eins nach dem anderen - Devops und Agilität mal anders erklärt

12:34:11 03.09.2017 gepostet von helmut um 12:34:11 03.09.2017

Weil in der IT- und Digitalisierungs-Welle, so oft mit Devops, Agile und anderen Wortmonstrositäten aufgewartet wird....

Werte Auguren, Propheten und Evangelisten der Devops- und Agile-Zunft.  Agilität hat viele Facetten, manche davon sind unerwartet ähnlich zum realen Leben...

Als Herrchen eines lerngierigen und gleichzeitig eigenwilligen Parson Russel-Terriers, weiss ich was Agility auch sein kann

  1. Mein Parson ist am Hundeplatz kaum zu bremsen - wundert sich, so lange er selbst nicht losrennen darf, aber immer über das Geplustere und Fachsimpeln seiner Herrchen
  2. Mein Parson will endlich mal seinen Parcours ablaufen und Spass haben, klare Hilfestellung für ein allfälliges Wann-Wie-Wo erhalten, (ausnahmsweise bin ich dann mal wirklich ein "Master") und ansonsten einfach nur Hund sein
  3. und am Ende eines Sprints will  er ein Leckerli plus noch einen Durchlauf im Parcours
  4. am Ende des Trainingstages ist er entspannt, hat wieder mal was neues gelernt und pennt neben seinem Master auf der Couch (auch wenns Cesar Milan mal verboten hat....)

Und frei nach Hunde- und Herrchen-Laune gehts gleich weiter:

  1. Klartext reden - Wenn mein Hund etwas nicht versteht, dann tut er mal nix oder was ihm grad in den Sinn kommt 
  2. Wert aufzeigen - Wenn mein Hund kein positives Feedback bekommt, hört er irgendwann auf mitzumachen
  3. in kleinen Portionen arbeiten - Mein Hund ist zwar in bestimmten Aspekten wesensgleich mit seinem Herren - aber - er verdaut selbst Portionen nur Häppchenweise....
Und nun zur Analogie rund um die Agilität und die Devops.

Als mich mal ein COO fragte, was ich denn von Agile und Devops hielte kam folgende Antwort:
  • Wenn Sie kontinuierlich, in kleinen Portionen Technologie- und Prozessveränderungen einführen wollen - ist das eine gute Sache
  • Wenn Sie gezielt und fortdauernd Benutzervertreter mit Vertretern aus der Entwicklungs- und IT-Operationsecke miteinander arbeiten lassen wollen, ists noch eine bessere Sache
  • Wenn Sie sich von der Einstellung verabschieden wollen, dass jedes Projekt nur mit Riesenfunktionalitäten gut ist, gewaltiges Vermarktungsgetöse und Projekthektik ein unabdingbarer Nachweis Ihrer Management-Leistung ist, dann wirds sogar funktionieren
Aber es hat einen Haken:
  • Es braucht Geduld
  • Es braucht Disziplin
  • Es braucht den Willen zur Transparenz
  • Es braucht die Abkehr von der "Ihr stellt bereit, wir nehmen ab-Philosophie", genauso wie es absurd ist an der "Geliefert, wie spezifiziert-Masche" weiter festzuhalten.

Im Kerne werden Sie neben vieler anderer Empfehlungen zur Themenwelt "Devops"folgendes immer wieder  hören (jetzt mal ohne Fachlatein)

  • Arbeiten Sie mit Schicht- oder Kanban Boards nicht nur für die Abarbeitung von Standardanpassungen, sondern auch für die Projektabwicklung auf - sorgen sie für sichtbare Transparenz
  • Schauen Sie mal nach einem Projekt, dass vorherher in grossen Würfen geplant war und filetieren Sie dieses in Lieferpakete, welche so ca. 6 Wochen brauchen
  • Stellen Sie für diese kleineren Entwicklungs- und Einführungszyklen ein Team bestehend aus einem "Schichtleiter, Benutzervertreter, Entwickler und IT-Betriebsmitarbeiter zusammen
  • Lassen Sie diese Leute arbeiten, institutionalisieren Sie ein tägliches kurzes Meeting von ca. 15 Min nur zwischen den obigen zitierten Rollen
  • Zeigen Sie sich mindestens wöchentlich und sorgen Sie dafür, dass dieses Team auch Support und Anerkennung bekommt
  • Lassen Sie dieses Team mal einen Zyklus miteinander zusammenarbeiten, am Ende eines Lieferzyklus immer dabei sein, wenns um die Verbesserung der Arbeitstechnik geht

Und auch wenns jetzt dem geneigten Leser (besonders derer die sich der Verbreitung von Devops-Wissen widmen) den einen oder anderen Zacken aus der Selbstbewusstseins-Krone brechen mag:
 

Was bei einem hochanspruchsvollen Parson-Russel-Terrier auf dem Hundeplatz funktioniert, sollte auch im vermitteln komplexer Inhalte und Methodensammlungen wie Devops gelten.

  • Je einfacher die Analogien, desto eher wirds verstanden
  • Je kleiner die Portionen im Kompetenztransfer, desto schneller die ersten kleinen Erfolge
  • Niemand hat die absolute Weisheit für sich gepachtet, man kann also immer etwas neues lernen
  • Meist lehren dich die Schüler mehr, als Dir lieb ist - sei als Trainer dankbar dafür und bewahre Haltung :-)

Für alle die vor dem nächsten Agile-Training sich einen entsprechenden Sparring-Partner zulegen wollen (Nutzungsdauer ca. 15 Jahre)

Und hier mal was agiles zum Ausgleich zu der sonst so anstrengenden IT-Welt

BlinkList (http://www.blinklist.com) Blogmarks (http://www.blogmarks.net) Co.mments (http://co.mments.com) del.icio.ous (http://del.icio.us) Digg (http://www.digg.com) Feed Me Links (http://www.feedmelinks.com) Folkd (http://www.folkd.com) Furl (http://www.furl.net) Google Bookmarks (http://www.google.com/bookmarks/) Linkarena (http://www.linkarena.com) Ma.gnolia (http://Ma.gnolia) Mister Wong (http://www.mister-wong.de) Newsvine (http://www.newsvine.com) OneView (http://beta.oneview.de) RawSugar (http://www.rawsugar.com) reddit (http://www.reddit.com/) Squidoo (http://www.squidoo.com) Stumble Upon (http://www.stumbleupon.com) Technorati (http://www.technorati.com) Webnews (http://www.webnews.de) Yahoo My Web (http://myweb2.search.yahoo.com) Yigg (http://www.yigg.de) 
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