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VeriSM - Ein Ansatz und was man damit anfangen kann

15:07:59 30.12.2017 gepostet von helmut um 15:07:59 30.12.2017
 
 
Also, da gab es einen Kollegen, der fragte mich, was hinter dem Buzzword VeriSM™ stand. Konkret, ob man damit es "anfangen" könnte. Weil sowieso Zeit für "Bildung" vorhanden war (Neujahrszeit ist Lesezeit...), mussten da mal die knapp 600 Seiten Text zum "Leitwerk" herhalten. Hier die Eindrücke dazu:

Frage 1: Was wird über kurz oder lang in diesem Rahmenwerk versprochen?

VeriSM™ is a service management approach from the organizational level, looking at the end to end view rather than focusing on a single department.
 

 

Based around the VeriSM™ model, it shows organizations how they can adopt a range of management practices in a flexible way to deliver the right product or service at the right time to their consumers.

 
VeriSM is:

Value-driven: focuses on providing value;
Evolving: an up-to-date approach which will continually evolve;
Responsive: facilitates a tailored approach depending on the business situation;
Integrated: helps you fit all the different practices together;
Service;
Management.



Frage2: Was haben die Autoren erkannt, was andere nicht erkannt haben?

Die Antwort dazu ist einfach. Zu glauben, eine digitale Transformation könne nur über Technologie- oder Organisationsumstellung erfolgen, ist zu einfach. Es gilt dabei eben just die Faktoren "Wert, Fortentwicklung, Responsivität, Abschalten des Silodenkens (Integrated), das Bereitstellen von Services und den Einsatz von "Management" zu beachten. 
 
 
 
Zwischen den Zeilen gelesen:
 
 
Wer nicht auf Geschwindigkeit, Kundennähe und Verkürzung von Kommunikationswegen bei der Serviceentwicklung und beim Management achtet und die derzeit angebotenen Komplementäransätze wie Lean, Devops, SIAM etc. ausser Acht lässt... ist über kurz oder lang im Hintertreffen...

Frage 3: Was wurde mit dem "ob man etwas damit anfangen kann" gemeint?

  •  
    Wo zeigt der Ansatz Wirkung?
    • Er zeigt auf, welche Methoden aus der Welt der digitalen Transformation und des agilen Denkens innerhalb des Servicemanagements eingesetzt werden können
  •  
    Was bedeutet das für meine Organisation?
    • Diese Frage wird gleich gar nicht beantwortet. Es gibt weder Aufbaumodelle, Prozessreferenzen, Rollenbilder oder Qualifikationsschemata
    •  

  •  
    Welche Abläufe, Technologien, Methoden gilt es anzupassen?
    • Diese Frage wird gleich gar nicht beantwortet. Es gibt weder einen Verweis auf die Möglichkeit auf "Bestehendes" aufzubauen, noch welche Methoden und bewährte Abläufe Anwendung
    •  

  •  
    Wie hoch ist der Umstellungsaufwand vom "Methodenset A" auf "VeriSM?
    • Diese Frage wird gleich gar nicht beantwortet
    •  

  •  
    Wie hilft es beim Wechsel ins "digitale Zeitalter"?
    • Es zeigt auf, welchen Einfluss UX (User Experience), CX (Customer Experience) auf die erfolgsrelevante digitale Erfahrung einer Serviceleistung hat
    • Es gibt eine gute Übersicht, welche Treiber im Spannungsfeld Digitalisierung und Servicemanagement vorherrschen
    • Es gibt eine gute Übersicht, welche Schlagwörter aus der "Digitalisierungswelle" von Relevanz innerhalb des Servicemanagements sind
    • Es gibt einen "Storyplot" entlang man eine digitale Transformation eines Service aufsetzen kann (VerISM-Model)
    • Es wird herausgestrichen, dass die "Servicekultur" ein relevanter Faktor des Servicemanagements ist
    •  

 

Frage 4: Was hat die Lektüre an ersten Erkenntnissen gebracht
  • Es ist wahrscheinlich sinnvoller zuerst seine Services "digital zu transformieren" als seine gesamte Unternehmung zuerst niederzuholzen und dann neu aufzubauen!
  • Geschwindigkeit und Wert sind das Alpha und Omega des Servicemanagements
  • Die "best Practice" ist tot, es lebe VerISM
 

Abschliessende Empfehlungen: 


 

1. Wenn man unter Zugzwang steht, weil sowohl die Opengroup mit IT4IT, wie Axelos mit den Neuerungen an ITIL auf den digitalen Zug aufgesprungen sind, muss man eben quick and dirty, mal eine oberflächlich gehaltene Zusammenfassung aller methodisch relevanten Inhalte in schöner Formatierung an den Mann bringen, damit man im Geschäft bleibt....

 

2. Es wurde erfolgreich dem Prinzip des "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" gefolgt! 

3. Vielleicht bringen die nachfolgenden Kurse etwas mehr Licht in den Wald, der derzeit sehr dicht mit Schlagworten, Diagrammen und Annahmen bepflanzt ist.

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Eine Sache fiel mir da noch auf: Irgendwie hat das ganze Buch wie eine verschlimmbesserte Kompilation aller Aussagen von Randy Steinberg (der Herr hat ja schon an den ITIL-Büchern mitgearbeitet) erinnert. 

 

Das Leitthema dieser Thought-Leader war und ist "Highvelocity ITSM"

Link zum Buch, hier: https://www.amazon.com/High-Velocity-ITSM-Randy-Steinberg/dp/1490776389

 
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Disclaimer: VeriSM™ is a registered trademark of IFDC

Hier noch die Links zu einer
VerISM Foundations Prüfung

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