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Wenn der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben wird - SIAM als Kind von Sourcing-Experimenten und cloudsteigerndem Metamphetamin-Konsum

10:23:45 28.03.2017 gepostet von helmut.steigele@cascadeit.ch um 10:23:45 28.03.2017
 

Viele im Business können daraus ein Lied singen. Zuerst hat man fokussiert, dann hat man konsolidiert, irgendwand hat man reorganisiert, disaggregiert und am Ende ist man in die Cloud gegangen, um sich und seine gesamte Organisation inklusive IT in einer disruptiv agilen Welt bewegen zu können. 

Nach Diskussion der Auslagerungsthematik mit meinem Filius, der noch jung, unverdorben und daher auch lebenstauglich war, kam folgendes entwaffnendes Statement. 

Würde ich als "Jungmanager" vorschlagen, meine ganzen Serviceaktivitäten und Organisationselemente einem derartigen Veitstanz an Transformationen zu unterwerfen, würde man mir mit aller Berechtigung die Frage stellen, ob ich etwas eingeworfen hätte. Ich stelle mir heute allerdings heute die Frage, warum die Organisationen, es getan haben, mehr aber noch wie sie all diesen Wahnsinn überleben?

 

Da Filius mich dazu erzogen hat, in einfachen Bildern zu sprechen, hier die Antwort zur Frage, warum sich Organisationen ein single- oder Multisourcing antun:

  • Sehr oft steht am Anfang die Behauptung und Forderung von Spezialisten, Beratern oder bei Grossunternehmen Börsenanalysten, dass man mit Outsourcing Beweglichkeit und Ertragskraft einer Organisation steigern soll (was gem. Lehrbuch auch stimmen mag. So nebenbei hat die Macht der Analysten schon oft zu Absurditäten im allgemeinen IT-Betrieb geführt....)
  • In vielen Fällen geschieht es aber auch aus Risikogründen. Was tun, wenn einem die eigene Infrastruktur um die Ohren fliegt, weil die Fachkräfte dazu fehlen, was tun wenn es einfach nicht mehr klar ist, warum man sich eine eigene IT hält, obwohl man seine Brötchen mit ganz anderen Sachen verdient
  • Was tun, wenn man sich mit der IT, oder mit IT-Teilen einfach nicht auskennt und sie daher liebend gerne mal los wird, damit man ein Problem weniger hat als vorher..

Das führt dann zu solchen Szenarien, dass man für die Reparatur eines Etagendruckers, den man in der Schweiz gekauft hat, zuerst in der Ukraine anrufen muss, damit selbige die Abarbeitung der Detaildiagnose in ein Kompetenzzentrum in Mumbai delegieren, aber letztendlich ein Kollege aus Stuttgard in die Schweiz kommt, um eine Heiztrommel zu wechseln. Die Rechnung wird dann freundlicherweise aus Vietnam heraus abgearbeitet....

Aber es ist jetzt eben billiger... Nur der interne Aufwand zur Aufrechterhaltung und Integrität der Leistungsqualität ist höher, aber den sieht man ja nicht, und Schuld ist sowieso immer der Provider....


Womit sich die Frage stellt, warum und wie es all diese Organisationen überleben, wenn sie nun diesen Flohzirkus an Leistungen, Subleistungen, Providern, Verträgen und Prozessen hüten müssen:

  • Es geschieht deswegen, weil es sowohl auf Seiten der Provider, wie auch bei den in den Stammorganisationen verbliebenen Mitarbeitern, nach dem Prinzip des gesunden Menschenverstandes und der Eigensicherung gearbeitet wird. Dieses auf die Erfüllung des eigenen Jobs ausgerichtete Denke, schützt vor nicht wenigen Schäden, die sonst entstehen würden
  •  

  • Nicht wenige Manager schützen, hegen und pflegen nicht selten jene Mitarbeiter, von denen sie wissen, dass sie noch bestimmte Leistungsketten überblicken. Diese "Retained IT" oder Schatten-IT ist daher nicht nur ein Ausdruck gesunder Eigensicherung, er ist auch Indiz, dass man bestimmte "Hausaufgaben" macht, die man heute einer Wissensdisziplin mit dem Namen SIAM zuordnet.
  •  

  • In ganz seltenen Fällen hat es einen klugen Kopf gegeben, der schon vor der Auslagerung oder während derselben, seinen Service- und damit auch "Leistungskatalog (ein Unterteil des Servicekataloges) in Ordnung gebracht hat. Damit war es möglich später die jeweiligen Provider besser zu steuern.
  •  

Ein wesentlicher Teil dieser Neuerung des Leistungskettenmanagements wird immer wieder als Aufgabe des Service Integration and Management (SIAM) angesehen.



Und hier kommt wahrscheinlich  ein Werbejingle für dieses Format, den Sie so nicht erwarten würden.

 

Was tun Sie, wenn ihnen all die Erfahrungsträger, die derzeit via Retained IT oder als unerkannter Rettungsanker langsam abhanden kommen, weils

  • einfach zu viel für diese Leute wird
  • weil es zu weniger Abweichungen innerhalb des Providermanagements kommen soll
  • weil diese Leute schlicht und einfach etwas anderes machen wollen, in die Rente gehen oder zum Provider wechseln....
  •  

Sich alles zurückholen und die Zeit ins 20. Jahrhunder zurückzudrehen wird wohl schwer möglich sein. Sich aber das Wissen über das Management von Leistungsketten und Providerverbünden anzueignen, die Abläufe dazu zu etablieren und als permanenten Kompetenzpunkt im Unternehmen zu etablieren, das ist möglich. Und für diesen Zweck nützt SIAM. 

Mit dem dort anzutreffenden Wissensbausteinen wären Sie in der Lage wieder das Wechseln einer Heiztrommel für einen Drucker, der in der Schweiz gekauft wurde, so zu organisieren, dass es nicht nur für Analysten, Sourcingexperten und Brainjoggers Sinn macht, sondern auch für Anwender und Entscheider, die nicht im Verdacht stehen Metamphetamin oder cloudsteigernde Substanzen konsumiert zu haben.

 

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