ITIL handfest - was nützts - Changemanagement

06.10.2010 12:01:57 | BLOG | Steigele | BLOG | 0 Kommentare


Die Informatik ist innerhalb eines Gesamtbetriebes, oft, vielleicht zu oft, sowohl Opfer der Häme, als auch Ort des Ursprunges, wenn es in den gesamtbetrieblichen Abläufen hakt.

Die Informatik ist innerhalb eines Gesamtbetriebes, oft, vielleicht zu oft, sowohl Opfer der Häme, als auch Ort des Ursprunges, wenn es in den gesamtbetrieblichen Abläufen hakt. Da schraubt ein Techie irgendwo an einer Büchse rum, ändert mal schnell für eine Business-Anforderung was in einer Fachanwendung oder einer Datenbank. Dann herrscht Stille. Entweder, weil alles still steht und keiner weiss warum, oder weil Gottlob und Dank das Getriebe nicht, oder erst nach einer längeren Verzögerung den Stillstand erreicht.

Problem: Keiner weiss mehr warum es zum dazu gekommen ist; am wenigsten diejenigen, die eine Veränderung in Auftrag gegeben haben, noch jene, die sie unter Druck des Business oder aus anderen unerfindlichen Gründen umgesetzt haben.

Nun, auf diese Fragestellung gibts eine Antwort: Changemanagement

Hier der Versuch einer Definition: Change-Management ist dafür verantwortlich, den Change-Prozess zu erstellen und zu verwalten. Der Prozess beinhaltet die Erfassung, Dokumentation, Genehmigung und Überwachung und stellt sicher, dass Veränderungen geplant, effizient, kostengünstig und mit minimalem Risiko ausgeführt werden.

Für alle Betriebswirte und Pragmatiker: Das Changemanagement besteht aus einer Kette strukturierter Arbeitsabläufe mit der folgendes verhindert werden soll:

1. Geschäftsstillstand, weil eine betriebliche oder informationstechnische Instanz ohne vorherige Erlaubnis irgendwo an einer Infrastrukturkomponente, an einer Anwendung etc. rumgeschraubt hat, ohne vorher nachzudenken, welche Folgen das haben kann.

2. Überbordender Koordinations, und Meetingaufwand, weil mit der Lösung des zuvor entstandenen Stillstandes weit mehr Zeit verbraten wird. Eine strukturierte Regelung für Anlassfälle in denen eine Veränderung nur dokumentiert, in denen eine Veränderung dokumentiert und bewilligt, oder eine Veränderung tiefgehend beraten wird, bevor sie wirklich umgesetzt wird, kosten weit weniger Zeit und Kosten, als die erstere Alternative.

3. Ärger mit der internen und externen Revision und ständiger Einbau neuer betrieblicher Risiken. Das bedeutet zwangsläufing ein Zuviel an Beratungs- und Behebungskosten. Dies nur deswegen, weil man unter stetigem Erfolgsdruck seitens der Business-Seite, sich im Nachhinein noch mehr Probleme einhandelt, aber sowohl Business- als auch IT-Vertreter die Scheu haben mit Augenmass und einem gesunden Risikobewusstsein zu arbeiten.

Im Rahmen eines Revisionskongresses hatte ich einmal die Ehre einen CEO darüber aufzuklären, was es ihm an Umsatzverlust und erhöhten Kosten brachte, weil er seine IT-Crew und sein Management nicht mit Bewilligungen und mehr Dokumentationsaufgaben belasten wollte. Er hat sich danach eines anderen besonnen, und nachgefragt, wie man dies strukturiert, sparsam und kostenschonend umsetzen konnte.

Dies war der erste Schritt für einen stabileren Geschäftsbetrieb, weniger Streitereien und so nebenbei für weniger Personalausfälle aufgrund Krankenstandes oder Burnout-Effekten.

Der Erfolg war sogar messbar, man konnte es kaum glauben.