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Erwachen aus dem Corona-Koma, und was machen wir jetzt mit all den Digitalisierungsdingern?

09.05.2020 12:19:10 | Helmut Steigele | 0 Kommentare
Ja das ist wohl die Frage aller Fragen. Was ist jetzt los mit all den "Digitalisierungsroadmaps", den Transformation Projekten und der schrillen Digitalisierungkakophonie, jetzt wo uns allen eine Krone aufgesetzt wurde?

Halten wir fest: Die Grundlagen von ziemlich allen verfolgten und vielleicht gerade aufgesetzten Unternehmensstrategien haben sich massiv verändert, das bedeutet, das derzeit das Business mehr mit dem beschäftigt ist, was man Restrukturierung nennt.

Würden sich also all die die Digitalisierungs- und IT-Management-Leistungsträger nun darauf konzentrieren, statt alle ihre alten Lieder weiter zu trällern, zu überlegen, wie man dem Business mit seinen Fähigkeiten hier zur Seite stehen kann, wäre da schon einiges gerettet....


Ich kann mir vorstellen, dass just hier dem einen oder anderen ein leichter Hauch an Zornesröte ins Gesicht steigen mag.

Um hier zu antworten, muss man zuerst wissen, wie, nach welchen Regeln und warum spezifische Schritte im Recoverymanagement gesetzt werden. Tja, und wann und wie haben Digitalisierungs- und IT-Management-Spezialisten jemals etwas von empfohlenen Schritten (good Practice) im Rahmen von Unternehmensrestrukturierungen zu hören bekommen....

Genau genommen müsste man das Glück gehabt haben im Rahmen eines Governance - Risk - Compliance Projektes einmal über all die Empfehlungen zu stolpern, welche in der Fachwelt der Risk- und Sanierungsspezialisten rumgeistern und man weiss, was die Executives von heute weg, bis in die kommenden 2 Jahre zu tun haben (dann wäre dann wohl der Turn-Around geschafft).

Gesagt getan: Untenstehend eine Kompilation dessen was heute CFOs, CEOs und COOs wohl am ehesten in den Fokus stellen (Für alle Leseratten, die Quelle all dieser Erkenntnisse  ist angegeben). 




Source: The Executive Guide to Corporate Restructuring



Wichtig erscheint mir aus dieser Perspektive folgendes:

  • Kein C-Level ausserhalb des IT-Bereichs wird wohl jetzt gewillt sein, irgendwelche Vorschläge anzunehmen, welche nicht direkt in diese Agenda reinpassen
    • Es müsste bei Ihm also richtiggehend "Klick" machen, weil er erkennt, dass 
      • die vorgeschlagene Digitalisierungs- oder IT-Massnahme synchron mit seinen Massnahmenzielen Wirkung zeigt
  • Wenn also umgekehrt wir Auguren, Propheten und Evangelisten der IT- und Digitalisierungsszene uns nicht auf die Welt derer ausrichten, die entscheiden
    • weil wir einfach nur mit technischen Schlagworten aufwarten, die keinen direkten Kontext zu den Problemen der Entscheider haben
      • sind wir wohl im Laufe der kommenden Monate fehl am Platz


Umgekehrt ist aber auch gefahren. Stellen Sie sich vor, jemand aus der Digitalisierungs- und IT-Ecke kommt daher, arrangiert sich mit dem  obigen Bild ein, und bringt proaktiv Vorschläge ein, welche sowohl im Wirkungshorizont (Zeit), wie in der Auswirkung selbst garantieren, dass die Businessvertreter das Gesamtunternehmen aus der Gefahrenzone rauskriegen. Er wird wohl als valabler Partner akzeptiert und nicht als "Ich hätt da auch noch was zu sagen - Proponent".

Warum dieser Gedanke. Im Laufe der kommenden Wochen, erfolgt das Erwachen aus dem Coronona-Koma. Verantwortungsvolle C-Levels werden alle Hände voll zu tun haben und Recovery bzw. Relaunch-Roadmaps fahren, sich also genau in dem obigen Tätigkeitsfeld bewegen.

Sie werden nicht unendlich viel Zeit haben, hier Digitalisierungspäpsten, Gralshütern und Technologiespezialisten zuzuhören, wenn deren Vorschläge und Botschaften nicht sofort verstanden werden, nicht sofort greifen und nicht einfach kontrollier- und umsetzbar sind.

Was aber für ich sicher ist. Jemand der jetzt nicht nur versucht, seine C-Levels zu verstehen, sondern Ihnen reale griffige Vorschläge bringen kann, die in ihre Agenda passen, der wird viel zu tun haben 

Ankündigung für den nächsten Resilience-Blog: Wie sieht eine "Restructuring Sequence" aus und wie können CDO und CIO hier mitwirken

 

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