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Skillprofiling und digitale Projekte

10:33:27 09.08.2015 gepostet von helmut.steigele@cascadeit.ch um 10:33:27 09.08.2015
 
Mit attraktiv gestalteten Profilen und klingenden Lebensläufen ist es so eine Sache. Sie wirken schön, sie erregen jemandes Interesse, aber zu glauben, mit demselben und einem gekonnten Auftritt beim ersten Bewerbungstermin sei eine Personalbesetzung gelaufen, der irrt.

Für erfolgskritische Projekte gehen Profis nach einer alten Schiffsbauerweisheit vor:

Willst du einen seetauglichen Kahn bauen, verzichte auf goldene Nieten, greif zu stählernen Bolzen!

Nicht ohne Grund arbeiten daher die Rekrutierungs-Einheiten in mittelgrossen und grossen Unternehmen bei der Erstanalyse mit Rollen- und Skillprofilen, welche zum Aussieben von Spreu und Weizen eingesetzt werden können.

Erst dann, kommt die Linie zum Einsatz und biegt bzw. hämmert die beschaffenen Bolzen zurecht bzw. vermeidet einen Bruch im Projekt durch fälschlich eingesetzte Nieten an den erfolgskritischen Nahtstellen.


Nach welcher Logik sind nun diese Skillprofile aufgebaut:
  1. Man definiert eine Rolle (Projektleiter, Business-Analyst, etc.)
  2. Setzt ein Auftragsziel und ein Thema fest
    1. Rolle: Planen, Koordinieren und Führen eines Projektes
    2. Auftragsziel und Thema: Digitalisierung der Patientenbetreuung im Diabetesumfeld, Implementierung eines Frühwarn- und Hilfssystems, welches via App einem Spital mitteilt, welche letzten Blutzuckerwerte der Patient zwischen den jeweiligen Therapieterminen erhoben wurden.
  3. Pro Tätigkeitsgebiet innerhalb der Rolle legt man fest und analysiert, welche Maturität für die Aufgabenerfüllung im vorhandenen Profil erfüllt wurde:
    1. Themen- und Begriffskenntnis:
      1. Digitalisierung: Digitaler Customer Journey, Modellierung einer digitalen Servicevalue-Chain, Big-Data-Algorithmen, Aufbau von Serviceorganisationen, Etablierung des digital Stacks, Anbindung ans Servicemanagement und Governance-Strukturen, Extract-Transform-Load von erfassten Daten etc.
      2. Gesundheitsumfeld - Themenkenntnis: Aufbau von Spitalsstrukturen und Prozessen, Patterns of Business Activity im Spitalskontext, DRG, Diagnose, Intervention, Therapie und Nachsorge etc.
      3. Geforderte Maturität 4 (Kennt das Thema und Kontext, ist in der Lage dies in die Ergebnisplanung einzubeziehen, hat zumindest die Arbeitsmethoden erlernt, um selbige koordinieren zu können)
    2.  Methodenkenntnisse:
      1. Erfassen und bewerten von Anforderungen, Requirements-Enginerring koordinieren, Stakeholdermanagement, Umsetzen von User Stories in Lieferobjekte, Projektadministration, Kontrollieren der Lieferobjekte zum Servicedesign-Package, Koordination der Transition-Pakete etc. 
      2. Gefordert hier: Maturitätsstufe 5 (Aufgesetzt auf die Kriterien von 3, Kandidat beherrscht zusätzlich die Anwendung obengenannter Methoden und ist in der Lage durchstrukturiertes Kommunizieren mit Fachpersonen, ausgeprägte Fähigkeiten der Selbst- und Fremdreflexion und Erkennen von politischer Dynamik, die gesetzten Projektziele im kulturellen Umfeld des Auftraggebers zu etablieren)
    3. Danach sichtet man eingehende Profile auf Hygienefaktoren (KO-Faktoren):
      1. Zerfitikate und Ausbildungsnachweise, welche nachweisen, dass das thematische Grundvokabular und Methodensetting erworben wurde (damit ist sichergestellt, dass jemand den man nicht kennt, zumindest weiss, wovon thematisch und methodisch gesprochen wird - er erreicht also damit mindestens Kompetenzstufe 2, je nachZertifizierungsformat ist auch 3 möglich
      2. Branchenkenntnis (damit wird die kontextspezifische Themenkenntnis) geprüft
    4. und erstellt entsprechende 3er-Vorschläge wo zusätzlich noch die motivierenden "Einladungsfaktoren eines Profiles" einer strengeren Prüfung unterzogen werden:
      1. Intrapersonale Kompetenzen
      2. Kultureller Fit
      3. Validierung des vorhandenen Methoden, Themen- und Personality-Settings
      4. Referenzprüfung etc.
Was bedeutet dies nun für Freelancer, Human-Capital-Spezialisten und Linien-Vorgesetzte.
  1. Besorgen Sie sich entsprechende Skill- und Rollenprofile
  2. Checken Sie, welche grundlegenden Hygiene-Faktoren durch Zertifikate nachgewiesen werden können, wenn sie auf Bewerber zurückgreifen müssen, die sie nicht persönlich kennen
  3. Denken Sie sowohl als Kandidat wie als Auswahlverantwortlicher, ob und wie gut Sie in den Auftragskontext passen und ob Sie die Erwartungen des jeweils anderen auch erfüllen können.

Für weitere Fragen zur Bereitstellung und Adaptierung entsprechender Profile stehe ich dem geneigten Leser gerne zur Verfügung



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