Wenn Beziehungen zum Schutzfaktor werden

19.03.2020 18:26:48 | BLOG | Helmut Steigele | BLOG | 0 Kommentare


Wie kann man seine Ertragsströme vor dem Wegbrechen bewahren? In dem man nicht den Ertrag ins Zentrum stellt, sondern die Quelle des Ertrags, sprich die Beziehung zum Kunden.

Tja, da steht er nun der Berater und wird gefragt, wie man mit unerwarteten Umsatzeinbrüchen umgeht. 

Jetzt zu sagen, Kosten runterfahren, um Hilfe rufen, sich aufs Wesentliche konzentrieren und einen vielleicht schon geschwächten "Unternehmenskörper" durch eine Effizienzübung zu schicken, würde mir schon vorkommen, als würde ich vorsätzlich zum Selbstmord aufrufen.

Der eine oder andere meiner Leser, weiss von meinem Buch "Überleben in der digitalen Wildnis". Im Rahmen der Basisrecherche dazu beschäftigte ich mich auch mit dem Thema, wie man sich als auf Nahrungsmittel-Erwerb und Vermehrung ausgerichtetes Wesen in einem Umfeld bewegen muss, das man noch nicht kennt und gleichzeitig dabei die Grundlagen für die künftige Existenz und das künftige Wachstum festlegt.

Die ersten Erkenntnisse daraus: 
  1. Beobachte und Erkenne, was für das Erfahrungsumfeld Deiner Kunden in der "Mangelsituation" relevant ist
  2. Finde raus, wo die aktuellen Aengste, Sorgen und die gesuchten Erleichterungserlebnisse für Deine Kunden liegen
  3. Recherchiere, wie Du als Mitbewohner im Erfahrungsraum (oder Oekosystem) für Deine Kunden mit geringem eigenen Aufwand
    1. Ängste nimmst
    2. Erleichterungserlebnisse produzierst
    3. Zeigen kannst, was Dich als Partner in einer Mangelsituation attraktiv machst
  4. Liefere verlässlich, sei grosszügig und denke nicht an Profit, sondern an eine nachhaltige Beziehung mit Kunden

Einige Iden dazu:

  • Geben Sie jetzt Preisnachlässe auf Dienstleistungen und Produkte, die Ihren Kunden (und damit ist nicht nur ein Unternehmen, sondern im engsten Sinn das menschliche Gegenüber gemeint)die Existenz absichern
  • Liefern Sie ihren Kunden Ideen, mit denen Ihre Kunden (auf Basis ihrer Produkte und Dienstleistungen) wieder an Umsatz, Liquidität oder andere existenzsichernde Ressourcen kommen
  • Zeigen Sie sich grosszügig und zeigen Sie dass Sie Partner und nicht "Umsatz- und Kostenoptimierer" sind
  • Bieten Sie Services an, die sofort oder sehr kurzfristig Wirkung zeigen, bauen Sie darauf mittel- und langfristige Services auf, die eine Beziehung stützen (denken Sie im Sinne einer Primär, Sekundärbesiedlung, so wie Pflanzen nach einem Waldbrand
  • Vergessen Sie nie, es ist nicht das Wasser, das sie weiterbringt, sondern die Quelle deren Sprudeln sie absichern sollten



So eigenartig es klingen mag, auch wenn zwischen Kunden und Dienstleister viel über einen gefühllosen Kanal abläuft, so sind es in kritischen Situationen immer noch die Emotionen, welche dafür sorgen, dass man in einer Geschäftsbeziehung bleibt.

Letztendlich sind es aber die Geschäftsbeziehungen, die über Umsatz und Umsatzeinbruch entscheiden und nicht nur Effizienz, Kosten und best Practice. 

Was kommt nun: 

Die Kerntätigkeit in meinem Unternehmen ist es für attraktive, nachhaltige und sichere Dienstleistungen zu sorgen. Ergo ist mein Beitrag ans Ökosystem das Abliefern von Ideen, ohne Preisschild, ohne Followup, einfach nur Ideen, die von jedem genutzt werden können.

Denn in Zeiten der Verunsicherung sind Ideen wertvoller als Umsatz, wertvoller als Kostenkonsolidierung und Wertvoller als jeder Marketingpitch.

Finden Sie also hier, kostenfrei das e-Book  "Überleben in der digitalen Wildnis", ich verzichte auf Angaben von Emailadressen und jegliche Datensammlerei.

Sollte aber jemand Fragen haben (und damit ist auch der Mitbewerb eingeschlossen), beantworte ich diese auch via Tel, Videokonferenz etc. Denn Beziehungen knüpfen und sich gegenseitig helfen, ist auch in Zeiten wie diesen nichts unethisches.

In diesem Sinne schalte ich jetzt auf "Stay Tuned" und liefere Woche für Woche irgendeine Idee, eine hoffentlich verwertbare Anregung für alle die, die ihre digitale Resilienz ausbauen wollen.